Schule ohne Rassismsus - Schule mit Courage

In dem Netzwerk "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" sind bereits über 1000 Schulen aus

Das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist fest im Profilband verankert

Deutschland vertreten. Das Projekt wurde in Belgien entwickelt und kam aus den Niederlanden zu uns nach Deutschland.

Schülerschaft, Lehrer*innen und das technische Personal der BBG - alle stehen hinter den drei folgenden Grundsätzen:

I)

Ich werde mich dafür einsetzen, dass er zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

II)

Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, zukünftig einander zu achten.

III)

Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

 

Wir haben an der Bertolt-Brecht-Gesamtschule das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ fest in dem Profilband verankert. Das bedeutet, dass wir derzeit in den Jahrgängen 7, 8 und 10 zwei Unterrichtsstunden pro Woche an der Thematik arbeiten.

Im siebten Jahrgang lag der Schwerpunkt in der Erarbeitung des Begriffes Diskriminierung. Ausgehend davon haben sich die Schüler*innen dem Aspekt der Inklusion gewidmet und erarbeitet, wie man im Umgang mit Menschen mit Handicaps Courage zeigen kann. Ein weiterer Themenbereich war schließlich der Aspekt des Cybermobbings. Dieser wurde vielfältig beleuchtet: Was ist Cybermobbing? Wie wird man zum Täter? Welche Folgen hat Cybermobbing? Wie kann man sich gegen Cybermobbing wehren?


Im achten Jahrgang hatten die Schüler*innen die Freiheit, eigenständig Themen zu suchen. In diesem Zusammenhang sind beispielsweise ein Banner für das „SOR“ oder eine Fotostory zum Aspekt Mobbing entstanden. Im Anschluss daran wurde ausgehend von dem Film „Nicht alle waren Mörder“ das Thema der Judenverfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus erarbeitet. Abschließend konnten die Schüler*innen ein gemeinsames Thema für die Ausstellung auswählen. Die Wahl fiel auf das Thema „Homosexualität“. In diesem Zusammenhang wurden folgenden Aspekte bearbeitet: Regenbogenfamilien, Homosexualität am Arbeitsplatz, Sexualität und Fußball, Homosexualität und Menschenrechte sowie der Christopher-Street-Day.


Im zehnten Jahrgang wurde nach der Bearbeitung von Aspekten aus dem Themenbereich Nationalsozialismus, der Schwerpunkt auf die Gegenwart gelegt, da in Löhne selber mit der Anwesenheit der „Germaniten“ eine rechtsradikale Gruppe agiert, der wir entgegenwirken wollen. Die Schüler beteiligten sich bei den von der von Gruppe „Gemeinsam für Vielfalt – gegen Rechts“ organisierten Demonstration. "Gemeinsam in Vielfalt" war dann auch unser weiterer Ausgangspunkt für unsere Aktivitäten. Wir stellten fest, dass alleine in unserem Projektkurs der Migationshintergrund vielfältig ist. Wir fanden zehn Nationalitäten. Eine Umfrage an unserer Schule ergab, dass wir aus ca. 40 Ländern stammen, mit diese Vielfalt setzten wir und wollen wir uns in den nächsten Jahren auseinandersetzen.

Rechtsradikalismus darf keinen Platz bekommen, es ist wichtig, darüber zu informieren und für dieses Thema zu sensibilisieren. Wir werden weitere Projekte machen und unsere Schule und Umgebung informieren.