Der Schwerpunkt Gesellschaft

Der „Schwerpunkt Gesellschaft“ wird gebildet aus den Fächern Sozialwissenschaften und Geschichte, wobei in der Jgst. 11 die beiden Fächer als Grundkurse, ab der Jgst.12 Sozialwissenschaften als Leistungskurs und Geschichte als Grundkurs gekoppelt sind.
Die Schüler können hier ihren gesellschaftswissenschaftlichen Lernschwerpunkt aus der Sekundarstufe I - Gesellschaftslehre und Arbeitslehre als durchgängiges Fach in allen Jgst. - fortsetzen.
Ziel dieses Schwerpunktes ist es, gesellschaftliche Wirklichkeit in ihrer Komplexität zu erfassen und zu erforschen, sie als gewordene und veränderbare zu begreifen, sich selbst als verantwortlich Handelnde in der Gesellschaft zu reflektieren und gemeinsam an Lösungen gegenwärtiger und zukunftsbezogener Aufgaben zu arbeiten.

Dieses erfordert die Verknüpfung der Fächer Sozialwissenschaften und Geschichte sowohl auf inhaltlicher als auch auf methodischer Ebene. Dabei ermöglichen in besonderer Weise die im gemeinsamen Curriculum festgelegten, methodisch und inhaltlich vernetzten Projekte ein fächerübergreifendes, praxisbezogenes Lernen, das die Schüler im Verlauf der Sekundarstufe II zunehmend dazu befähigt, forschend und analysierend zu arbeiten, um so zu reflektiertem Handeln zu gelangen.

Jahrgangsstufe 11

Nachdem das Politik- und Geschichtsverständnis unserer Schüler und deren individuelle Positionen reflektiert worden sind, gestalten wir das erste Projekt des Schwerpunktes, das die gesellschaftliche Situation, die soziokulturellen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen ausgewählter Gruppen und sozialer Bewegungen in der Gesellschaft in Gegenwart und Vergangenheit (z. B. Frauen, Jugendliche ...) untersucht. Ergebnis dieses Projekts ist die so genannte „Kleine Facharbeit“, durch die die Schüler lernen, ihre Erkenntnisse bzw. ihren Erkenntnisprozess wissenschaftlich zu dokumentieren.

Jahrgangsstufe 12

Die Untersuchung der hier betrachteten Unterrichtsgegenstände erfordert eine globale Perspektive. Die den Schülern aus der Jgst. 11 bekannten Erkenntnisse auf lokaler Ebene finden nun auf globaler Ebene ihre Anwendung und Vernetzung. Dieses Schulprogramm der Bertolt-Brecht-Gesamtschule der Stadt Löhne geschieht insbesondere in dem Projekt „Unternehmen im Globalisierungsprozess“, das der Leistungskurs mit der Firma Hettich und der Grundkurs mit Metro Cash & Carry, den langjährigen Kooperationspartnern unserer Schule, gemeinsam durchführt.
Die Kooperation mit der Firma Hettich bietet darüber hinaus die Möglichkeit, dem vierzehntägigen Fachpraktikum und der „Facharbeit“ einen internationalen Rahmen und eine globale Fragestellung zu geben.

Jahrgangsstufe 13

Aus den gewonnenen globalen Erkenntnissen werden die Schüler in der Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Handlungsstrategien auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene befähigt, eigene Handlungsperspektiven zu entwickeln, die sowohl lokale als auch globale Bezüge berücksichtigen. Zentrale Problemlagen sind dabei die Veränderung gesellschaftlicher Strukturen angesichts des sozialen Wandels und die „fortschrittliche“ Entwicklung und Gestaltung der „Einen Welt“ angesichts der Diskussion um Nachhaltigkeit und Bürgergesellschaft.