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„Man muss hinschauen, auch wenn es wehtut“ – Katrin Himmler spricht über die Neue Rechte

  • vor 4 Tagen
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Mit großer Aufmerksamkeit und gespannter Stille verfolgten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe der Bertolt-Brecht-Gesamtschule Löhne am Mittwoch, dem 11. März, einen besonderen Vortrag im Selbstlernzentrum der Schule. Zu Gast war die Politikwissenschaftlerin und Autorin Katrin Himmler. In ihrem Vortrag sprach sie über Ziele und Strategien der sogenannten „Neuen Rechten“ und zeigte dabei auch deutliche Parallelen zum Nationalsozialismus auf.



Eine besondere Perspektive brachte Katrin Himmler durch ihre eigene Familiengeschichte ein: Sie ist die Großnichte des ehemaligen Reichsführers der SS, Heinrich Himmler. Diese persönliche Verbindung zur deutschen Geschichte machte ihren Vortrag besonders eindrücklich. Immer wieder verband sie persönliche Einblicke mit politischer Analyse und aktuellen Beispielen. So erklärte sie unter anderem, wie rechtsextreme und rechtspopulistische Gruppen gesellschaftliche Krisen nutzen, gezielt Ängste schüren und Desinformation verbreiten. Dabei machte sie deutlich, dass viele dieser Strategien historischen Mustern ähneln, die bereits in der Zeit des Nationalsozialismus eine Rolle spielten.


Besonders lebendig wurde die Veranstaltung in der anschließenden Diskussionsrunde. Die Schülerinnen und Schüler stellten zahlreiche differenzierte und kritische Fragen – etwa zur Rolle sozialer Medien bei der Verbreitung extremistischer Inhalte oder zur Verantwortung jedes Einzelnen im Alltag. Katrin Himmler nahm sich viel Zeit für die Antworten und betonte immer wieder, wie wichtig es sei, aufmerksam zu bleiben, Probleme klar zu benennen und auch im persönlichen Umfeld Haltung zu zeigen.


Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig politische Bildung und offene Diskussionen sind. In Kooperation mit der Stadt Löhne ermöglichte die Bertolt-Brecht-Gesamtschule ihren Schülerinnen und Schülern damit nicht nur eine informative Begegnung, sondern auch einen wichtigen Impuls zum Nachdenken und zum aktiven Einsatz für eine demokratische Gesellschaft.

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